Meine Gesamteinschätzung
Kloster Bentlage vereint, was sonst auf zwei Orte verteilt ist: barocker Festsaal für die Trauung, Gesellschaftsräume für die Feier und ein weitläufiger Park drumherum. Ihr braucht an eurem Hochzeitstag kein Auto. Das Gebäude geht auf eine Klostergründung von 1437 zurück und wurde später zum Schloss umgebaut. Seit 1978 gehört es der Stadt Rheine und beherbergt eine Außenstelle des Standesamts.
Das Licht draußen
Rund um das Kloster liegen weite Wiesen mit altem Baumbestand, dazu die Reliquiengaerten. Bei Sonne findet ihr genug Schatten, um auch mittags zu arbeiten; bei bedecktem Himmel wird das Licht weich und gleichmäßig. Wenige Minuten entfernt liegt der Salinenpark mit dem Gradierwerk, dunkles Holz und Wasser als Gegenstück zur Parklandschaft, falls ihr zwei verschiedene Stimmungen wollt.
Das Licht drinnen
Der Festsaal hat große Fenster, das ist der entscheidende Unterschied zu vielen historischen Trauraeumen, die dunkel und schmal sind. Bei Tageslicht komme ich dort ohne Blitz aus. Die Pastelltöne des Stucks und das helle Holz geben eine ruhige Grundstimmung. Bilder aus der Trauung passen dadurch farblich zu denen aus dem Park, das ist keineswegs selbstverständlich.
Die beste Tageszeit
Bei Elena und David lag das Paarshooting am 10. Juli zwischen 20:25 und 21:19 Uhr, die Sonne ging um 21:52 Uhr unter. Das war die letzte gute Stunde, flaches, warmes Licht über den Klosterwiesen.
Weil alles auf einem Gelände liegt, geht das ohne Aufwand: aufstehen, zwanzig Minuten, zurück. Im September ist dieselbe Stunde schon zwei Stunden früher, plant den Zeitpunkt nach dem Monat, nicht nach dem Ablauf.
Darauf würde ich achten
Drei Dinge solltet ihr vorher klären. Erstens die Termine: Getraut wird nur freitags und samstags, und ihr braucht zwei Zusagen, eine vom Standesamt Rheine für den Termin, eine vom Kloster für den Mietvertrag. Beide Listen sind getrennt. Zweitens die Verpflegung: Mitgebrachte Speisen und Getränke sind nicht gestattet, der Sektempfang läuft über das Klostercafé. Wer eine eigene Bar oder einen Foodtruck plant, sollte das früh ansprechen. Drittens die Größe: Der Festsaal fasst bis zu 70 Gäste, mehr als die meisten Trauraeume, aber eben auch eine Grenze.





















