Korschenbroich auf einen Blick
Korschenbroich liegt zwischen Neuss und Mönchengladbach, mitten im Rhein-Kreis Neuss. Für Hochzeiten hat die Stadt einen Vorteil, der auf der Karte nicht auffällt: Sie liegt zwischen Feldern, und der schönste Trauort der Region steht gleich nebenan in Jüchen.
Als Hochzeitsfotograf in Korschenbroich arbeite ich als Reportage. Ich stelle nichts, ich unterbreche nichts, und ich arbeite mit dem Licht, das da ist. Ihr feiert euren Tag, ich bin dabei, und am Ende habt ihr Bilder, auf denen ihr euch wiedererkennt.
Ich komme aus Neuss, also aus dem Nachbarort. Korschenbroich und die Umgebung kenne ich seit Jahren, und im Schlosspark Dyck war ich unzählige Male zum Paarshooting.
Schloss Dyck, der Trauort nebenan
Eines vorweg, weil es häufig durcheinandergeht: Schloss Dyck liegt in Jüchen, nicht in Korschenbroich. Für euch ändert das wenig, denn es sind nur ein paar Minuten – organisatorisch aber schon: Zuständig ist das Standesamt Jüchen, und dort fragt ihr auch die Termine an.
Getraut wird im Terrassenzimmer im Südflügel, an ausgewählten Samstagen zwischen 10 und 14 Uhr. Das Zimmer fasst etwa 20 bis 30 Gäste. Wer eine große Gesellschaft plant, muss also entweder auswählen oder einen anderen Ort suchen.
Ein Hinweis aus der Praxis: Weil an einem Samstag mehrere Trauungen hintereinander liegen, lohnt sich der späte Termin. Dann wartet draußen nicht schon die nächste Gesellschaft, und ihr habt nach der Zeremonie Ruhe für Glückwünsche und erste Bilder.
Was den Schlosspark fotografisch ausmacht
Der Park ist der Grund, warum ich hier so gern arbeite. Er ist so weitläufig, dass ich immer Gegenlicht finde, und immer eine vernünftige Ausleuchtung im Rücken. Das ist keine Selbstverständlichkeit: An engen Orten bin ich an die Richtung gebunden, die gerade da ist. Hier wähle ich.
Besonders schön wird es, wenn das Schloss im Hintergrund steht und die Sonne flach über die Schlossdächer kommt. Dazu kommen Brücken, freistehende Bogenbrücken über dem Wasser, ein See, lange Alleen und blühende Büsche für Porträts. Innerhalb weniger Minuten wechsle ich Perspektive und Ort komplett, ohne dass ihr weit laufen müsst.
Auch ein grauer Tag ist hier kein Nachteil. Dann arbeite ich mit den dunklen Bereichen des Parks: Paar davor, Hintergrund dunkel, und das Weiß des Kleides fängt an zu leuchten. Es gibt wenige Orte, an denen diffuses Licht so gut funktioniert.
Deshalb empfehle ich allen Paaren, die in der Umgebung heiraten, ihr Paarshooting dort zu machen, am besten in den Abendstunden.
Die zwei Haken, die niemand erwähnt
Das Gelände ist eintrittspflichtig, auch für das Paarshooting. Klärt vorher, wer dafür aufkommt und wie viele Personen mitkommen.
Und ihr seid nicht allein. An Samstagen und an beliebten Daten stehen dort mehrere Brautpaare. Ich habe schon öfter an einem Fotospot gewartet, weil zwei Paare vor uns dran waren. Wir haben dann etwas anderes vorgezogen und sind später zurück. Das kostet Zeit, und ohne Puffer im Ablauf wird es eng.
Dazu die Kosten drumherum: Die Trauung ist das eine. Wer anschließend ein, zwei Stunden Sektempfang im Schlossambiente plant, zahlt dafür deutlich. Fragt früh nach Zahlen, bevor ihr euch in den Ort verliebt. Mein Fazit bleibt trotzdem: Es lohnt sich.
Liedberg
Der alte Ortskern liegt auf einem Quarzithügel, mit Kopfsteinpflaster, Fachwerk und dem Mühlenturm. Einer der wenigen Orte am flachen Niederrhein, an dem es bergauf geht – und das gibt den Bildern Tiefe.
Die Felder
Zwischen den Ortsteilen liegen Felder, Baumreihen und schmale Wege. Kein Gebäude verdeckt die Sonne, deshalb funktioniert hier die letzte Stunde vor Sonnenuntergang besonders gut.
Die Niersauen
Uferwege, Wiesen und alter Baumbestand entlang der Niers. Ruhiger und grüner als die Feldwege.
„Zwischen den Ortsteilen liegen Felder, Baumreihen und schmale Wege.“
Was die Tageszeit mit euren Bildern macht
Weil die Trauungen im Schloss zwischen 10 und 14 Uhr liegen, fällt die Zeremonie in die härteste Lichtzeit des Tages. Drinnen ist das kein Problem, das Terrassenzimmer hat große Fenster. Draußen schon: Mittagssonne wirft kurze harte Schatten.
Deshalb trenne ich beides. Direkt nach der Trauung entstehen die Bilder mit euren Gästen, im Schatten der alten Bäume oder an der Nordseite der Gebäude. Die eigentlichen Paarbilder legen wir auf den späten Nachmittag, wenn das Licht durch die Baumreihen fällt.
Wer nach dem Schloss noch hinaus auf die Felder will, sollte die letzte Stunde vor Sonnenuntergang dafür freihalten. Das ist der Moment, in dem der Niederrhein sein bestes Licht hat.
Wie ich arbeite
Wir lernen uns vor der Hochzeit kennen, per Video oder bei einem Kaffee. Danach weiß ich, wer ihr seid und was euch wichtig ist, und ihr wisst, wer da den ganzen Tag neben euch steht.
Am Hochzeitstag halte ich mich zurück. Ich sage nicht, wo ihr euch hinstellen sollt, und ich lasse Momente nicht wiederholen. Was ihr bekommt, ist der Tag, wie er war.
Der häufigste Fehler in Zeitplänen für eine Hochzeit in Korschenbroich ist die unterschätzte Wegezeit. Zwischen Ortsteilen, Schloss und Feiergesellschaft liegen Landstraßen, und die sind zwar leer, aber nicht kurz.
Anfahrt und Umkreis
Korschenbroich grenzt an Neuss, Mönchengladbach, Jüchen und Kaarst. Ich arbeite von Neuss aus, das sind wenige Minuten – Fahrtkosten fallen im Umkreis also kaum ins Gewicht.
Auch in Jüchen, Grevenbroich, Mönchengladbach oder Kaarst bin ich regelmäßig unterwegs. Und wenn eure Location noch nicht auf dieser Seite steht, schaue ich sie mir vorher an.


