Meine Gesamteinschätzung
Die Burg Blankenstein steht seit dem 13. Jahrhundert hoch über der Ruhr, am Rand des Hattinger Ortsteils gleichen Namens. Von oben geht der Blick über das Ruhrtal bis zum Kemnader See. Sie ist urig und rustikal – und sie hat tolles Licht. Das ist bei Burgen nicht selbstverständlich; die meisten sind dunkel. Hier ist es anders, und genau deshalb fotografiere ich dort gern. Es gibt zwei Säle: einen größeren und einen kleineren. Der kleinere ist für rund 80 Gäste ausgelegt, der größere für etwas mehr. Der Veranstaltungsbereich der Burg ist nach Angaben des Hauses auf bis zu 180 Personen ausgelegt. Gefeiert werden darf bis vier Uhr morgens.

Das Licht draußen
Draußen ist die Burg selbst die Kulisse: Mauerwerk, der Innenhof, die Brücke, über die ihr und eure Gäste zur Burg kommt. Die Trauung findet im Burghof statt oder wettergeschützt im Kapellen-Pavillon; beide Bereiche sind bestuhlt und haben Strom für Mikrofon und Musik. Was ihr nicht erwarten solltet, ist Grün. Es gibt keine Wiese, keinen Garten, kein Feld in Laufweite. Wer Natur auf seinen Bildern will, ist hier falsch – wer Mauern, Steine und Geschichte will, richtig. Mein Lieblingsmoment: Wenn ihr Glück habt, steht im September abends die Sonne so, dass sie genau am Eingang zur Burg durchkommt. Das ist ein Gegenlicht, wie man es sich nicht bestellen kann. Ich weiß, wann und wo ich dafür stehen muss.
Das Licht drinnen
In den Sälen ist das Licht gut – für eine Burg ungewöhnlich gut. Mauerwerk und Holz geben den Bildern Wärme, ohne dass ich Licht mitbringen muss. Eine Besonderheit ist der Raum, in dem Nora und Konstantin gefeiert haben: Der Saal ist mit einer kleinen „Höhle“ verbunden, in der getanzt wird. Eine Mini-Tanzfläche, eine eigene Bar – und alles sehr, sehr klein. Es gibt dort keine Fenster und nur einen Ein- und Ausgang. Das müsst ihr wissen, bevor ihr plant: Ohne Tageslicht sehen die Bilder von der Tanzfläche anders aus als die vom Rest des Tages. Das liegt am Raum, nicht am Fotografen. Wer dort feiert, feiert dicht beieinander – das hat seinen eigenen Reiz, aber es ist eine andere fotografische Aufgabe als ein Saal mit Fenstern. Zur Toilette geht es über die Treppe außen herum. Kein Beinbruch, aber bei Regen und in Absatzschuhen ein Punkt, an den vorher niemand denkt.
Die beste Tageszeit
Der Zeitpunkt für die Paarbilder hängt hier stärker als anderswo vom Monat ab, weil die Burg nach Westen offen liegt und das Licht am Eingang nur in einem schmalen Zeitfenster durchkommt.
Im September ist das der frühe Abend. Im Hochsommer entsprechend später, im Frühjahr und Herbst deutlich früher – teils noch vor dem Essen. Wir legen den Zeitpunkt vorher fest, sonst steht er im Zeitplan hinter der Torte, und dann ist es dunkel.
Für die Stunde davor gilt: Die Mauern werfen lange Schatten. Was mittags hart und kontrastreich ist, wird am späten Nachmittag weich.
Wenn es regnet
Bei Regen zieht die Trauung in den Kapellen-Pavillon um, der ist wettergeschützt und bestuhlt. Für die Paarbilder heißt Regen hier: Mauerwerk statt Weite. Die Torbögen und überdachten Durchgänge der Burg geben Schutz und zugleich einen Rahmen – das funktioniert, und es sieht nicht nach Notlösung aus. Was wegfällt, ist das Gegenlicht am Eingang. Dafür wird das Mauerwerk bei feuchtem Wetter dunkler und plastischer.
Buchung und Praktisches
Das Parken ist der Punkt, den ihr euren Gästen vorher sagen solltet: Direkt an der Burg geht es nicht. Unterhalb liegt ein kleiner öffentlicher Parkplatz, dazu finden sich rund 400 Meter entfernt Plätze an der Straße beim Supermarkt. Von dort geht es entweder über eine Treppe hinauf oder über die Brücke in den Innenhof. Beides ist zu schaffen, aber es ist ein Weg – rechnet ihn in euren Zeitplan ein, und denkt an Gäste, die schlecht zu Fuß sind. Übernachten kann man auf der Burg nicht. Etwa einen Kilometer entfernt liegen Ferienwohnungen, sodass Gäste bis in die Morgenstunden bleiben können – gefeiert wird bis vier Uhr. Catering und Getränke laufen über das Haus selbst.























